Ich falle, ich falle
Ins Nichts, egal, wie ich mich Kralle
Wo bin ich?
Bin ich?
Oder doch nicht?
Verwirrtheit in Sicht
Schlieren im Gesicht
Da vorn scheint ein Licht
Echt oder nur Falle?
Ich geh hin, bevor ich das ralle
Ist Egal
Ich hab eh keine Wahl
Von Nichts kommt nichts
Ein Kreislauf – hilft nichts
Ich komme näher
Es ruft mich quasi her
“Gib Acht!”
Ein leises Flüstern durch die Nacht
Ich beachte sie erst, als ich mich schon krümme
Diese sonderliche Stimme
Wie soll man jemals unterscheiden?
Ich kann den Mist echt nicht leiden
Gut und Böse, was ist was?
Und überhaupt, gibt es das?
Mach ich mir halt ‘ne eigene Welt
Und zwar wide-wide wie’s mir gefällt
Nach dem Licht greife ich entschlossen
Doch es ist schon fast erloschen
Bitte nicht schon wieder!
Ich schließe meine Lider
Und wieder eine Täuschung
Wenn Scheiße, dann mit Schwung
Gut, ich geb es zu
Ich kann nicht mehr und brauch Ruh
Am Ende muss ich gestehen
Ich kann nicht ganz allein durchs Leben gehen
Naja, könnte, schon
Aber Einsamkeit wär der Lohn
So sitz ich in Einsamkeit
Zusammen mit der Dunkelheit
Ist niemand da, bin nur ich gescheitert?
Oder noch jemand, dem die Wunde eitert?
Will mich rücklings in den Dreck hinein drücken
Da spür ich eine Hand auf meinem Rücken
Sagt die Stimme, die wieder da ist:
“Ich bin da, und ich bleibe”
Ich weine, bis ich mir die Augen reibe
Woher weiß ich, dass du wahr bist?
“Du bist mein Rohling und ich werde dich schleifen
Am Ergebnis wirst du es sehen
Du wirst zu unendlicher Schönheit heranreifen
Denn was ich spreche, wird geschehen
Ich halte nicht inne
Ich wirke weiter in dir
Öffne deine Sinne
Und folge mir
Solang ich diesen Diamanten schleife
Kann es schmerzen
Doch ich führe dich zu geistlicher Reife
Und heile Wunden in deinem Herzen
Was du tust, sehe ich
Was du fühlst, betrifft auch mich
Reich mir nur deine Hand
Und ich zerstöre die dunkle Wand.”
In mir ruft der Zweifel: “Obacht!”
Tief in mir weiß ich aber, es ist für mich gedacht
Wunden kläffen
Muss Entscheidung treffen
Zögernd strecke ich die Hand
Was fällt, ist die innerliche Wand
Ich war niemals allein
Werde es niemals sein
Ich sehe nun klar
Die Dunkelheit flieht
Denn Jireh ist da
Der, der mich sieht
Erstellung ca. 10.22 – 12.22
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